Die Lego Mindstorms AG der Adolf-Reichwein-Schule zeigte mal wieder was sie kann. Nach Monaten der Vorbereitung, zwei Übernachtungen und freiwilligen "Sonderschichten" in den Weihnachtsferien trat die Mannschaft RoboKings sehr gut vorbereitet beim Regionalwettbewerb Rhein Main der FIRST LEGO League an. Zwölf Mannschaften starteten um 9:00 Uhr in der IHK Darmstadt. In dem starken Teilnehmerfeld mit überwiegend deutlich älteren (10. Klasse) Mannschaften konnte sich das jungen (6. Bis 8. Klasse) Langener Team sehr gut behaupten.

Die Gesamtwertung setzt sich aus vier Kategorien zusammen. In jeder Kategorie sind maximal 50 Wertungspunkte zu erreichen.

Beim Teamwork glänzten die Langener RoboKings mit einer bärenstarken Leistung. Sie präsentierten vor einer Jury ihre AG und lösten die Gruppenaufgabe hervorragend. Sie konnten ihre Fähigkeit zur Problemlösung nachweisen und bildeten das mit Abstand beste Gruppenbild. In der Gesamtwertung Teamwork belegten sie mit 47 Punkten damit den hervorragenden dritten Platz.

In der Bewertungskategorie Forschung wird ein Thema vorgegeben, zu dem das Team ein Projekt finden muss. Mit Expertenbefragungen und Recherchen werden Lösungsvorschlage ausgearbeitet. Das Ergebnis wird dann einer Fachjury präsentiert. Zum vorgegebene Thema Wasser hatten die RoboKings eine innovative Idee. Sie wollten in Anlehnung an Wasserkraftwerke den Durchfluss in Wasserleitungen für die Stromerzeugung nutzen. Ein kleiner 5 V Wasserturbinen-Generator wird z.B. vor dem Wasserhahn oder dem Duschkopf installiert. Beim Duschen wird dann Strom erzeugt, der zum Aufladen des Handys verwendet werden kann. In fleißiger Bastelarbeit in den Weihnachtsferien wurde ein Modell erstellt und beim Wettbewerb der Jury präsentiert. Der Lohn für die intensive Arbeit waren 39 Punkte.

Beim Roboterdesign wird die Konstruktion des Roboters bewertet. Ein Innovatives robustes Design, der Einsatz von Sensoren und die Programmierung werden bewertet. Die RoboKings konnten hier 38 Punkte auf ihr Konto gutschreiben.

Die Robot-Games sind noch die einzige Schwachstelle der RoboKings. Der selbst entwickelte Roboter muss in 150 Sekunden autonom mehrere Aufgaben auf einem Spielfeld lösen. Die Entwicklung des Roboters, seiner Werkzeuge und die Programmierung müssen selbstständig durchgeführt werden. Die RoboKings konnten in dieser Kategorie nur 9 Punkte erreichen. Hier haben die deutlich älteren Teams natürlich einen Vorteil. Im nächsten Jahr wird es hier mit Sicherheit besser aussehen. Die RoboKings haben sich die Konstruktion und die Herangehensweise der alten Hasen sehr genau angesehen und werden die Lehren fürs nächste Jahr berücksichtigen.

In der Gesamtwertung aller Kategorien konnten die RoboKings einen tollen sechsten Platz belegen. Der zufriedene AG Leiter Marc Oettinghaus: "Die sechs Schüller haben sich super geschlagen. Sie haben als Team toll zusammen gearbeitet, sich gegenseitig unterstützt und motiviert. Bei Problemen haben Sie zusammengearbeitet und eine Lösung gefunden. Ihr Einsatz bei den beiden Übernachtungen und die vielen Stunden, die sie in den Ferien investiert haben, waren beeindruckend. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Robotor-Mechanik, dann schlagen wir uns nächstes Jahr bei den Robot-Games sicher so gut wie in den anderen Kategorien. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren DB und Langener Stadtwerke."

Lego Mindstorms verbindet spielerisch Konstruktion mit Programmierung. In der FIRST LEGO League lernen die Kinder zusammen im Team zu arbeiten und gemeinsam Ziele umzusetzen. Die Teams programmieren und konstruieren gemeinsam einen Roboter. Sie forschen zum jährlich wechselnden Wettbewerbsthema. In der FIRST LEGO League sollen Kinder für Wissenschaft und Technologie begeistert werden um ihnen der Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtern.

Text: Martin Kremser


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