Erfolgreiche Bilanz des InfoTrucks in der Region Offenbach-Hanau-Fulda Offenbach/ Langen. 18 Einsatztage, 7 Standorte und über 2000 Besucher. Die Bilanz der InfoTruck-Einsätze in der Region Offenbach-Hanau-Fulda für das Jahr 2017 kann sich sehen lassen. An der Adolf-Reichwein-Schule in Langen beendete die rollende Berufsorientierung der Metall- und Elektro-Industrie die diesjährige Tour durch das Verbandsgebiet der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen.

Rund 240 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Adolf-Reichwein-Schule informierten sich im Truck über Ausbildungs- bzw. Studienmöglichkeiten. Enttäuschte Gesichter gab es dagegen bei den Mädchen und Jungen der unteren Klassen, denn die fanden das große Gefährt auf ihrem Schulhof ziemlich spannend und hätten zu gern auch das Innere entdeckt. Leider ließ der straffe Organisationsplan das nicht zu.

Insgesamt acht Gruppen aus jeweils rund 30 Schülerinnen und Schülern nahmen an den 90-minütigen Unterrichtseinheiten teil. Während dieser Zeit wird die Gruppe geteilt und verbringt jeweils etwa 45 Minuten auf jeder Etage. Das hat den Vorteil, dass die einzelnen Praxisstationen nicht überlaufen sind und jeder so seine Fähigkeiten überprüfen kann.

Die Nachfrage nach dem InfoTruck von Seiten der Schulen ist ungebrochen groß. An 17 Einsatztagen und 7 verschiedenen Standorten konnten sich Schülerinnen und Schüler von insgesamt 12 Schulen über die Ausbildungsmöglichkeiten der Metall- und Elektro-Industrie informieren, eigene Fähigkeiten testen und sich an Maschinen oder Modellen ausprobieren.

Besonders viele Besucher verzeichnete der Truck auf der Ausbildungsmesse in Rodgau zu Beginn des Jahres. Das ständige Angebot des Fahrzeugs wurde hier durch die Beteiligung von GKN Driveline Deutschland, einem Offenbacher Mitgliedsunternehmen, erweitert. Gleichzeitig konnte durch die Anwesenheit des InfoTrucks das Angebot der Messestände von anderen Mitgliedsunternehmen erweitert werden. Bei der Ausbildungsmesse Rodgau handelt es sich um die größte kommunale Ausbildungsmesse im Rhein-Main-Gebiet, die jedes Jahr von tausenden Besuchern frequentiert wird. Der InfoTruck erweist sich jedes Jahr als großer Besuchermagnet.

Weitere Messeteilnahmen sind innerhalb des Verbandsgebietes nicht möglich, da die baulichen Gegebenheiten, zum Beispiel Breite von Zufahrtsstraßen, Beschaffenheit des Untergrunds, fehlende Wendemöglichkeiten usw., den Einsatz des Fahrzeugs nicht erlauben.

Auch in diesem Jahr konnten nicht alle Anfragen von Schulen umgesetzt werden. Im nächsten Jahr sind InfoTruck-Einsätze in drei Mitgliedsunternehmen geplant. Bei der Zeppelin Systems GmbH in Rödermark, der Element Six Group in Burghaun und der manroland sheetfed GmbH in Offenbach werden Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schulen Berufsorientierung zum Anfassen und zum Mitmachen erleben. Außerdem sind Schuleinsätze in Gelnhausen, Fulda und Neuhof geplant.

Hintergrund zum InfoTruck

Auf einer etwa 80 m² großen Präsentationsfläche des zweigeschossigen Trucks setzen neueste Multimedia-Anwendungen und anschauliche Experimentierstationen Maßstäbe für moderne Berufsinformation.

Jugendliche lernen an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennen und erleben die Faszination Technik praxisnah und intuitiv. So können sie unter anderem eine computergesteuerte CNC-Fräsmaschine programmieren und ein Werkstück selbst fertigen. Ein Aufzugmodell demonstriert anschaulich, warum eine intelligente IT-Steuerung die Wartezeit für die Nutzer deutlich reduziert. Begleitet werden die Exponate durch interaktive Aufgabenstellungen und Hintergrundinfos auf Tablets.

Der "BerufeScout" auf dem mannshohen Touch-Monitor erklärt wichtige Inhalte zu den M+E-Berufen und zeigt das Ausbildungsangebot sowie freie Lehrstellen von Unternehmen in der Region. Die zweite Fahrzeugebene bietet Raum für tiefergehenden Berufskundeunterricht. Eine eigens für die InfoTrucks entwickelte multimediale Weltneuheit ist die Antwort auf das sich verändernde Informations- und Mediennutzungsverhalten der Schüler/innen: auf einem 1,5 Quadratmeter großen Multitouchtable läuft eine animierte 3D-Softwareanwendung und lädt bis zu sechs Besucher gleichzeitig auf eine interaktive Erkundungsreise durch ein virtuelles M+E-Unternehmen ein. Schülerinnen und Schüler lernen hier spielerisch und intuitiv Arbeitsplätze und Berufe aus der M+E-Industrie kennen. Sie können am Produktionsprozess eines Autos mitwirken und typische Aufgabenstellungen erledigen.

Ein erfahrenes zweiköpfiges pädagogisches Beraterteam begleitet die Schulklassen während ihres Besuchs im InfoTruck. Sie werden dabei häufig unterstützt von Ausbildern und Auszubildenden aus den Betrieben der Region, die praxisnah aus ihrem Arbeitsalltag berichten. Nicht selten entstehen dabei konkrete Kontakte zwischen den Jugendlichen und den Unternehmen.

Insgesamt sind zehn InfoTrucks im Bundesgebiet unterwegs. Die Koordination der Termine stellt eine logistische Meisterleistung dar. Deshalb erfolgt die Planung der InfoTruck-Einsätze auch sehr langfristig. Bei den M+E-InfoTrucks handelt es sich um die 3. Generation der rollenden M+E-Berufsorientierung der Arbeitsgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie. Zuvor waren 25 Jahre lang die Infomobile, 12 Meter lange Gelenkbusse, an den Schulen der Verbandsgebiete in Deutschland unterwegs.


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